Ein paar Tage ist iTunes nun schon 10 Jahre alt und auch wir können uns nicht mehr vorstellen ohne den schnellen Single- oder Albumkauf aus dem Netz direkt auf unsere Apple Endgeräte zu leben.

Dachten wir… Bis, ja bis die ca. 19 Streaming-Dienste auf den Markt eine ganz neue Art der Musiknutzung auf den Plan riefen.
Der Technologie Riese verursachte starke Einbrüche in dem Kauf von physischen Tonträgern und der Share der Künstler an den verkauften Singles oder Alben stand ebenfalls in der Kritik. Aber um die Vorteile des Long Tail kamen die Labels dann doch nicht rum. Hatte man in den 90ern noch Schwierigkeiten eine kleine aber natürlich wahnsinnig aufstrebende Band im Handel platziert zu bekommen, konnte iTunes nun jeden Track anbieten ohne an seine virtuellen Grenzen zu stoßen.
Dadurch gelang es iTunes schnell riesige Kataloge anzubieten und den Preis von 99 Cent pro Single und 10 Dollar für ein Album durchzudrücken.
Die Konsequenzen liegen auf der Hand: Einbrüche in den physischen Verkäufen und ein Paradigmenwechsel im Musikkonsum.
Das war lange Zeit das Manko der Streaming-Dienste mit Monatsabo. Kleine Kataloge die hauptsächlich kleine Independent Künstler anboten die wiederum sehr nieschigen Anklang fanden.
Mittlerweile haben die Streaming-Dienste wie Spotify, Deezer, Simfy etc. aufgeholt und bieten über 20. Mio Tracks an. Wer keine Lust auf Werbung hat bezahlt im Monat ca. 10€ und kann unbegrenzt auf allen stationären und mobilen Endgeräten Musik hören.

Die nächste Dekade digitaler Musikrevolution steht an und ob Apple sein Angebot dahin gehend anpasst bleibt abzuwarten.
Wir hören weiterhin physische Alben vom Plattenladen um die Ecke, kaufen gerne mal – weil es schnell gehen muss – bei iTunes und lieben es bei Spotify und Deezer den Katalog nach verlorenen Schätzen zu durch suchen.
Happy Birthday iTunes und herzlich Willkommen neue Musiknutzung.