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Die Geister die ich rief…
Geschrieben am 5. Mai 2009 Keine KommentareSchöne neue Marketing-Welt: Mit gezielt genutzten Medien wie Twitter, Facebook, Flickr, YouTube & Co. sind Unternehmen in der Lage Millionen von Menschen weltweit mit ihren Markenbotschaften zu erreichen und zudem noch (fast) kostenlos. Sensationell radikal war Skittles in den USA mit seiner Aktion, als man die üblichen Unternehmensinhalte der eigenen Website großteils herausgestrichen hat und die Besucher automatisch zu benutzergenerierten Kommentaren auf og. sozialen Medien geleitet hat. Jeder konnte nach lesen, was Menschen über die Marke denken – positiv wie negativ. Da gehört schon sehr viel Vertrauen von Unternehmensseite zu, sich so offen in die Hände der Verbraucher zu begeben. Erfolgreich war dies zudem auch: In nur wenigen Tagen wurden bereits knapp 600.000 Freunde auf Facebook gewonnen, wo sonst in einem ganzen Monat, maximal 18.000 Menschen die Website besuchten.

Schön auch, wie Anfang des Jahres Burger King mit seiner Facebook-Aktion gepunktet hat: Wenn jemand zehn Freunde aus seinem Freundeskreis löscht, bekommt man einen Gutschein für einen gratis Hamburger. Die Kampagne zeigte Wirkung und in kürzester Zeit wurden 234‘000 Freundschaften über die Applikation aufgelöst. Das Facebook diese Aktion stoppen lies war klar.
Was aber, wenn etwas ins Netz gestellt wird, das dem Ruf eines Unternehmens schadet? Einmal verbreitet, lässt es sich eben nicht mehr stoppen. So geschehen mit Dominos Pizza: Zwei Angestellte hatten sich aus Jux und Tollerei entschlossen, die Vorbereitung einer Pizza-Bestellung zu filmen und ihr Werk mit einer Reihe körperbezogener Pointen anzureichern. Das Video wurde auf YouTube und anderen Sites live geschaltet. Nach „Genuss“ des Videos will keiner mehr eine Pizza von Dominos… Über eine Million Menschen hatten sich das Video angesehen, bevor es abgeschaltet werden konnte. Schnell wurde klar, dass „zwei Typen und eine Videokamera in zehn Minuten fünfzig Jahre Domino-Markenpflege zunichte gemacht haben“. Zukünftig werden sich die werbungtreibenden Unternehmen also nicht nur Fragen müssen, wie eine erfolgreiche virale Marketing-Kampagne aussehen kann, sondern wie sie im Ernstfall schnell auf eine negative Kampagne reagieren können?
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