Alle reden von Social Media. Am besten kann man im Moment als Agentur verdienen, indem man dem Kunden teuer noch eine “Social Media Kampagne” verkauft. Dumm nur, dass sich die meisten “Social Media Kampagnen” weiterhin auf das Senden von Informationen beschränken, d.h. die Nutzer der jeweiligen Plattformen informieren und nur wenig Raum zur kreativen Mitgestaltung geben. Damit wird in der Regel das volle Potenzial von Social Media nicht einmal annähernd ausgeschöpft. Das ist auch nicht so einfach, riskiert man doch bei offener Kommunikation immer, dass man die Kontrolle verliert und die Kampagne nach hinten losgeht. Und überhaupt, wie soll denn das gehen, die Nutzer zu beteiligen? Nun, hierfür bietet nun Ikea in Schweden ein großartiges Beispiel. Anlässlich der Eröffnung eines Ikea Hauses in Malmö im Herbst diesen Jahres sollten die potenziellen Käufer beteiligt werden. Man entschied sich zur Nutzung eines Standartfeatures von Facebook: das Markieren von Dingen oder Personen auf Bildern. Der Erfolg war durchschlagend. Seht selbst nach dem *klick
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Lautstark geht mit Oliver Korittke und Beck’s auf Music Experience Tour
Die Beck’s Music Experience geht auf Tour und wir durften das Konzept dafür entwickeln und umsetzen. Wir konnten Oliver Korittke als Host gewinner, der uns eine Menge Arbeit abnimmt, wie der folgende Film eindeutig zeigt… also nahelegt… suggeriert…
Konzept und Idee entwickelt von Laustark
Weitere Informationen zur Kampagne in den kommenden Tagen.
Gedanken zu Stop Motion, viral und moderner Werbung
Ok, Stop Motion ist gestern. Altmodisch und hat immer etwas von Steampunk Bewegung. Und gleichzeitig bin ich der Meinung, dass sich in dieser Technik ein noch zu selten gehobenes Potenzial für virale Werbung verbirgt. Allerdings braucht es dafür Mut und natürlich den passenden Kontext. In wenigen anderen visuellen Ausdrucksformen kann man so elegant die eigene Werbeaussage selbstironisch brechen und damit einen unterhaltsamen Abstand zum Werbecliphaften, das so vielen Werbe-Virals anhaftet, herstellen. Und gleichzeitig einfach eine groovende Einheit zwischen Film- und Musik-Rhythmus schaffen. Werbung im Internet muss unterhalten, virals müssen Spaß machen und inspirieren, damit sie weitergeleitet werden. Nehmen wir als Beispiel das folgende Video einer 70er Punk Band und stellen uns einfach mal vor, der Text ist ein Werbetext, der eine Geschichte um ein Produkt erzählt, ruhig mit klaren Werbebotschaften, die gleichzeitig durch die Bilder illustriert und durch die Art der Produktion ironisch gebrochen werden.
Natürlich gibt es so etwas bereits vereinzelt, aber einfach noch viel zu selten. Oder sehe ich das falsch?
(via)
Obst und Gemüse sind unmusikalisch? Von wegen!
Der Kaugummi Hersteller Trident und die bereits des öfteren durch scheinbar sinnlose aber letztlich sehr kluge Aktionen zu Berühmtheit gelangte Schauspielertruppe Improv Everywhere räumen gründlich mit dem Vorurteil auf, dass Obst und Gemüse lediglich gesund, in reifem Zustand wohlriechend und hübsch anzusehen, ansonsten allerdings langweilig sind.
Die Aufbabe bestand darin, für ein neues Fruchtkaugummi die in Bezug auf Marketingaktionen höchstmöglich abgestumpften New Yorker zu beeindrucken und gleichzeitig ein virales Video zu kreieren, das dann den Sponsor transportiert. Beides ist beeindruckend gelungen, indem ein für Aussenstehende spontan wirkendes Musical rund um das Liebesglück einsamer Früchte in einem Fruchtcocktail mitten in einem Gemischtwarenladen im New Yorker Stadtteil Queens realisiert wurde. Auch die Einbindung des Sponsors ist vorbildlich zurückhaltend, was meines Erachtens die Wirkung für den Sponsor wesentlich erhöht. Es wird ein emotionaler Moment geschaffen und der Zuschauer ist tatsächlich offen, zu erfahren, wer das möglich gemacht hat.
Leider habe ich nirgendwo eine Antwort auf die Frage gefunden, ob die schwangere Schauspielerin tatsächlich hochschwanger mitgespielt hat, oder ob es sich um eine Zielgruppenorientierte Inszenierung handelt. Wenn sie schwanger war, wird es sicher ein musikalisches Kind… Video nach dem *klick
Musik + Milch = Käse? Well…
Im allgemeinen bringt man die Kommunikation für Molkereiprodukte ja eher weniger mit Rockmusik zusammen. Überhaupt übt sich die Milchwirtschaft in Bezug auf innovative und mit Gewohnheiten brechende Werbeformate ja eher in höflicher Zurückhaltung. Wir wissen nicht, ob ein noch geheim gehaltener, neu entdeckter Gärungsprozess und die daraus entstandenen nicht gesetzeskonformen Substanzen oder schlicht ein Ausbruch von Mut und Aufbruchswillen zu der im Moment durch das Netz geisternden Rock-Oper Battle for Milquarius von Goodby, Silverstein & Partners geführt haben. Was wir wissen: Das ist mal eine verdammt abgefahrene, unterhaltsame und streckenweise richtig mitreissende Art, Milch zu bewerben. Eine Rockoper mit Barbarella Anleihen, die hemmungslos und mit durchaus erfrischend ironischer Rücksichtslosigkeit auf Gepflogenheiten der Political Correctness einen vollkommen sinnfreien Kampf um das “White Gold” in Szene setzt. Köstlich!
hier gibt es schon mal einen Trailer, die Aktionswebseite mit dem kompletten 20 Minütigen Werk gibt es hier.
Spieltrieb + Musik = Prima Viral!
Wie man aus dem Spieltrieb der Menschen in Verbindung mit der jedem innewohnenden Lust an Klang und Musik ein Virales Video macht, das auf sympathische Weise das eigene Umweltengagement in Szene setzt und Spaß macht, demonstriert Volkswagen Schweden in dem folgenden Video. “We believe that the easiest way to change people’s behaviour for the better is by making it fun to do. We call it The fun theory.” heisst es im Video. Wahrscheinlich auch auf der Aktionssteite, aber ich verstehe leider kein Schwedisch. Wieso gibt es sowas nicht in Deutschland? Denkt man, das Deutsche nur über Leiden funktionieren? Mehr Mut bitte! Video nach dem *klick Continue reading
Anotherone comes with music: Dell kooperiert mit Napster
Das Nokia Beispiel macht Schule: nun kooperiert Dell pünktlich zum Weihnachtsgeschäft mit Napster und bietet ein Jahr lang kostenlos Zugriff auf das gesamte Streamingrepertoire des Dienstes, plus 60 dauerhafte Downloads, wie die Musikwoche berichtet. Ab November sind die “Musiklaptops” dann auch über Best Buy in Deutschland zu kaufen. Damit hat sich ein weiteres im Grunde Musikfremdes Unternehmen entschieden, Musik als Marketingtool zu nutzen, dieser Trend wird sich sicher noch verstärken, wenn wie in diesem Fall eine allgemeine Win Situation entsteht: Die Laptop-Käufer bekommen kostenfreie Musik, der Computer-Hersteller bekommt ein emotionales Verkaufsargument, Napster bekommt Aufmerksamkeit und Umsatz und die Künstler Einnahmen. Fein.
Schöne Links 6
Nach einer kleine Pause mal wieder eine Sammlung von interessanten Links der letzten Tage. Diesmal mit Schwerpunkt Social Media, Musikvermarktung und zur Entspannung noch drei Videos!!! Na denn mal: *klick!
Wie funktioniert online Kommunikation?
Die bisher beste, einleuchtendste und anschaulichste Darstellung, wie online Kommunikation heute funktioniert, habe ich gerade über den Kollegen Tapio Liller gefunden. Es handelt sich ein Video der englischen Agentur RealWire, die damit ihre Herangehensweise an online-PR darstellt und nebenbei die Funktionsweise der online Kommunikation aus der Sicht des Senders von Informationen darstellt. Des Senders, der in der modernen online Kommunikation eben auch Empfänger sein muss, also Kommunikationspartner. Großartig ist die Szene, die in 1 Sekunde erklärt, wieso one shot Engagements herausgeworfenes Geld sind und nur Fragezeichen hinterlassen. Das Web verlangt Kontinuität und Überzeugung. Gilt übrigens 1:1 auch für alle Arten von Musik-Communities, on- wie offline. Well done!
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Social Media Revoltion?!
Ich habe dieses Video heute bereits an mehreren Stellen gefunden (unter anderem bei Tapio Liller). Es beschreibt pointiert, anschaulich und eindringlich den anhaltenden Meta-Trend zu Social Media Kommunikation und die Auswirkungen auf die Unternehmenskommunikation. Der Kernsatz ist aus werberischen Perspektive: Erst zuhören, dann verkaufen. Ansehen, auswendig lernen und in die Kommunikationsstrategie integrieren. Jetzt.
Ausserdem ist es ein prima Beispiel, wie man elendig lange Zahlenkolonnen durch geschickte Montage und mit passender Musik so emotional vermitteln kann, als sei es Entertainment.
