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  • Ich bin versaut. Endgültig.

    Geschrieben am 9. März 2010 Peter 2 Kommentare

    Ruth FlowersIch muss der Wahrheit ins Auge sehen: Ich bin versaut. Es ist einfach so. Verdorben durch fantastische Werbe Finten, habe ich durch den immanenten Zynismus meiner Zunft den letzten Rest naiver, unschuldiger Begeisterungsfähigkeit verloren. Anders ist es nicht zu erklären, dass ich bei der Story einer 69jährigen DJane, die mir gerade aus jedem halbwegs informierten Blog entgegenschreit, von Reuters verbreitet, von der Huffington Post und BBC News (s.u.) geadelt, vom Nerdcore präsentiert… dass ich da zuerst an einen Hoax denke. Eine 69jährige Musikerin, die auf ihrer Webseite das Motto stehen hat: “I’d rather sign a contract with a record Company than sign up for a nursing home” ist einfach zu schön um wahr zu sein. Und so bin ich auf der Suche nach dem verräterischen Haar in der Suppe, nach dem Hinweis, der mein Generationen-Bild wieder in die gewohnte Lage zurech rückt und sich alles als geschickte Werbung für ein Herzmedikament oder Haftcreme entpuppt… Zu groß scheint die lautliche und ästhetische Nähe zu “Austin Powers”, zu professionell erscheinen Trailer und Inszenierung. Und andererseits: wieso eigentlich nicht? Tief in meinem Herzen hoffe ich immer noch, dass die Dame echt ist und Mamy wirklich rockt… aber seht selbst nach dem *click

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  • Aber Sophie…!?!?

    Geschrieben am 25. Februar 2010 Peter Keine Kommentare

    Renault Twingo Spot FrankreichRenault Frankreich vermittelt mir gerade das Gefühl in einem Werbe-Spot Entwicklungsland zu leben. Nicht dass der Spot herausragende tricktechnische oder sonstige ästhetische Massstäbe setzt oder durch besonders clevere Schnitte glänzte. Eigentlich ist er ganz konvenionell gemacht. Was mich umgeworfen hat, ist wie elegant hier mit einer frechen kleinen Story Werbung gemacht wird, die das Auto in einem Spot sowohl für Senioren als auch für junge Erwachsene positioniert, und das einfach nur mit dem Satz: “Aber Sophie…!?!? Seit wann magst du Erdbeeren?” Wenn so eine coole Oma Twingo fährt, kann das kein schlechtes Auto sein… Video nach dem Klick!

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  • Fake Ad: Nolan’s Cheddar

    Geschrieben am 24. Februar 2010 Peter Keine Kommentare

    Nolan's Cheddar (John Nolan)Schon mal was von Nolan’s Cheddar gehört? Ich gebe zu, dass mir dieser Käse bislang gänzlich unbekannt war. Anscheinend wird er mit dem Claim “Seriously Strong” vermarktet… Well, wenn es ihn denn gäbe. Es gibt ihn aber nur in der Vorstellungswelt von John Nolan, einem Trickfilmer und Animatronics-Experten, dessen Werk unter anderem auch bereits in Filmen wie “Hellboy 2, The Golden Army” oder “Harry Potter & The Goblet Of Fire” zu sehen war. Für letzteren hat er das gruselig realistische animatronische Modell der Figur Voldemort als greises Baby geliefert. Wie das geht und wie er die Fake Ad zu Nolan”s Cheddar realisieren konnte ohne einer realen Maus etwas zu Leide zu tun, ja ohne eine Maus auch nur einzusetzen, kann man in seinem Showreal zu Animatronics in Ansätzen sehen. Was mich in Bezug auf unseren Blog besonders begeistert, ist sein gezielter Einsatz von Musik, die der Geschichte um die fröhlich Käsegierige Maus ohne Worte erzählt. Solche Werbung wünsche ich mir für Käse! Enjoy nach dem *click!

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  • Die neue John Lennon Kollektion

    Geschrieben am 18. Februar 2010 Nicole Keine Kommentare

    Als ob es nicht reicht, dass Che Guevaras Antlitz T-Shirts, Kappen, Tassen – ja sogar Einkaufstüten ziert – nein – auch der gute John Lennon hat noch nicht genug Geld gemacht und landet glatt bei QVC:

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  • Embrace Life

    Geschrieben am 8. Februar 2010 Peter Keine Kommentare

    Werbung für Sicherheitsthemen beim Autofahren gibt sich hierzulande ja meist eher als Schocktherapie: Todesanzeigen auf Plakatwänden, Unfallfotos, ernst dreinblickende OP-Teams (”rasen Sie, wir kümmern uns um den Rest”). Das Thema Sicherheit ist ernst, der Autofahrer an sich offensichtlich unvernünftig und muss immer wieder zu seinem Glück ermahnt, geschockt, erzogen werden. Es scheint nicht wirklich im Denkhorizont der Macher zu liegen, dass man das Thema auch ganz anders angehen könnte: Positiv, emotional, ergreifend, herzerwärmend, ohne Worte. Die britische Initiative “Sussex Safer Roads” stellt einen Spot vor, der meines Erachtens nach wesentlich nachhaltiger wirken dürfte, da er das Thema Sicherheitsgurt positiv emotional umsetzt und dabei das Kunststück hinbekommt, zu Tränen zu rühren ohne zu nerven. Ein Paradebeispiel dafür, wie man durch geschickten Perspektivwechsel ein trockenes, ernstes Thema geschickt beleben und nachhaltig Wirkung erzielen kann. Thumbs up!

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  • Narrative Brand Planning oder Where’s the drama?

    Geschrieben am 4. Februar 2010 Nicole Keine Kommentare

    Exposé zu “Narrative Brand Planning” by Frank Otto Dietrich und Ralf Dieter Schmidt-Bleeker http://www.narrativebrandplanning.com/

    Marken haben in unserer heutigen Welt immer mehr Bedeutung für den Konsumenten – sie sorgen für Erzählungen untereinander und werden so zu Geschichten. Ähnlich wie Texten kann man Marken deshalb eine Struktur zuschreiben. Eine gute Struktur entscheidet dann, ob daraus eine Geschichte werden kann, die weitererzählt wird oder nicht.

    Soweit so gut – dass Storytelling die Markenkommunikation der Zukunft prägt, steht nun schon seit Längerem im Raum.

    Narrative Brand Planning, der neue Markenführungsansatz laut Frank Otto Dietrich und Ralf Dieter Schmidt-Bleeker allerdings geht noch weiter und verlangt Spannung als wesentliches Element einer Geschichte bzw. Marke, um weitererzählt zu werden – Spannung im Sinne von Konflikten.

    Konflikte seien also essentiell für die Bedeutung von Marken – where’s the drama?

    Case: American Apparel:

    Ein verantwortungsbewusstes Unternehmen, das auf heimische Produktion setzt und sich für die Rechte seiner Arbeitnehmer einsetzt – politisch korrekte Mode könnte man sagen. Die Werbekampagnen zeigen mehr oder weniger die eigene Kundschaft, d.h. junge Mädels – die sich dann allerdings in sexy Höschen und Strümpfen auf Sofas, Betten oder Autorücksitzen räkeln.

    7445-1_american-apparel-webad-StretchLaceDiamondGridBodysuitA-120309 Sex entpuppt sich als weiteres festes Element der   Vermarktungsstrategie, die von Gründer Dov Charney voll gelebt wird.

    Nicht selten überrascht er Reporter mit spontan öffentlichem Onanieren oder trifft Entscheidungen in Unterhose.

    Und warum scheint gerade dies zu funktionieren?

    Der Widerspruch macht hier das Unternehmen interessant. Die moralische Instanz der Modeindustrie vs. Dov Charney mit Unmoral als Lebensmotto.

    „Legalize L.A.“ findet in der einen Richtung Anklang sowie provozierend sexy Werbemotive in der völlig anderen Richtung punkten. Für den Konsumenten entsteht ein Paradoxon – und gerade dies macht den Reiz aus – es entsteht ein Konflikt – eben dieses Spannungselement, das Narrative Brand Planning beschreibt.

    Mit der Annahme, dass Konflikte essentiell für gute Geschichten (über Marken) sind, behauptet Narrative Brand Planning sogar, dass Marken, die Konflikte mit einbeziehen, in Zukunft mehr Stabilität haben werden.

    Wir können also gespannt sein auf die Zukunft der Markenwelt!

  • von iPads und … ehm … gitPads…!?!

    Geschrieben am 2. Februar 2010 Peter 1 Kommentar

    iPad DJ App

    Während alle Welt sich den Kopf darüber zerbricht, ob das iPad von Apple den nun das neue Wunderding oder der größte Quatsch aller Zeiten ist, präsentiert die de:Bug bereits eine erste DJ-App für das Gerät – meiner Meinung nach eine sinnvoll mögliche Anwendung für das Gerät. Sieht noch etwas holperig aus, könnte aber einiges an Potenzial haben. Es bleibt abzuwarten, was die Entwickler aus der neuen Plattform noch rausholen.

    Was man noch so alles mit Touch Screens anstellen kann, zeigen die Entwickler von Misa-Digital, mit ihrer Touch-Screen kontrollierten – äh – ja was eigentlich? Hm… eigentlich ist es ein wie eine Gitarre zu spielender Synthesizer, der mittes eines Touchscreens gesteuert wird. Die linke Hand bewegt sich wie auf einem Gitarrengriffbrett und legt so Tonhöhen, Akkorde etc. fest. Die rechte steuert auf dem Touchscreen, was mit den Tönen passiert. Hat vielleicht nicht ganz so große Marktchancen wie das Apple-Gerät ist aber schlicht… awesome…

    Misa Digital Controler

    Ausserdem zeigt die Entwicklung von Misa Digital aus Australien, dass das beste Rezept für einen viralen Erfolg immer noch ein sexy und kontrovers diskutierbares PRODUKT ist, wie sich der Kollege Roland Kühl-v.Puttkammer vom Werbeblogger freut… Das Produktvideo hat bereits über 1 Mio Abrufe und die Kommentare rangieren von “must have” bis “sucks”. Aber seht selbst…

    Videos nach dem *click

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  • Ninja-Unboxing

    Geschrieben am 20. Januar 2010 Peter 1 Kommentar

    Noch nie von Patrick BoivinNinja Unboxing by Patrick Boivin gehört? Das sollte so nicht bleiben. Der Frankokanadische Video- und Animationskünstler hat u.a. ein sich derzeit viral verbreitendes Video geschaffen, in dem drei animierte Mini-Ninjas in bester Ninja-Art ein Nexus One auspacken. Leider wird der finale Verteilungskampf nicht gezeigt – aber da lag der Schwerpunkt sicher auf dem Produkt. Großartig gemacht, unterhaltsam und doch eindeutige Werbebotschaft. Dass er allerdings auch ganz anders kann, zeigt Boivin in einem anderen Video, wie die Kollegen vom Werbeblogger zeigen. Aber jetzt erstmal: Mini-Ninja-Nexus-Unboxing-HIIAH!!!  *click

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  • Beck’s Music Experience 2009 – ein Roadmovie

    Geschrieben am 16. Dezember 2009 Peter Keine Kommentare

    Vom 4.-6.12. durften wir die Beck’s Music Experience Tour ausrichten. Unser Video-Team hat die Tour natürlich begleitet. Hier eine Zusammenfassung:

    http://www.vimeo.com/8216657
  • Video für die Mittagspause: “Signs”

    Geschrieben am 8. Dezember 2009 Peter Keine Kommentare

    "Signs"Schweppes zeigt mit diesem viral-Video, das von Mashable gerade auf Platz zwei der 10 innovativsten Virals des Jahres gewählt wurde, dass das Dogma “Virals müssen kurz sein und knallen” zu kurz greift. Was stimmt ist ganz trivial: Virals müssen einfach gut sein. Diesen Schluss hatte ja bereits die Milch-Rock-Oper “Battle for Milquarius” des Amerikanischen Milchproduzentenverbandes nahegelegt, die wir vor einiger Zeit hier vorgestellt haben. Auf Platz eins sind übrigens die irren Fahrradstunts von Danny McAskill, die wir hier auch gepostet haben.

    Schweppes macht mit “Signs” eine Menge richtig: Die Markenpräsentation ist sehr zurückhaltend und beschränkt sich auf die Verwendung von Schweppes Getränken (ausschliesslich). Das ganze ist eingebettet in ein Schweppes Kurzfilmfestival, das wiederum mit solch qualitativ hochwertigen Beiträgen sicher schnell Reputation erlangen wird. Mit Peter Hughes wurde ein Regisseur verpflichtet, der sich traut, die Liebesgeschichte langsam aber gefühlvoll aufzubauen. Ausgangspunkt ist der langweilige Büroalltag eines Mitarbeiters, der in einer fremden Stadt recht einsam morgens aufsteht, zur Arbeit geht und sich permanent nach Kontakt sehnt… also eigentlich eine 08/15 Situation, in die sich jeder hineinversetzen kann. Das spannende ist, wie die Geschichte erzählt wird, mit sparsamen, drängenden Bildern, weitgehend ohne gesprochene Sprache – sie beginnt langsam, zieht den Zuseher so in ihren Bann, dass man wirklich wissen will, wie es weitergeht. Die Musik von Dimitri Golovko tut ihr übriges um die Wirkung der Geschichte zu verstärken. Geschickterweise kann man sie direkt als DRM freien Download per Link aus dem Video erwerben. Der immerhin 12 min lange Kurzfilm kommt so auf nun fast 3,3 Mio Abrufe, nach dem Posting auf Mashable  dürften es noch einmal deutlich mehr werden. Eine runde Sache, Kollegen! Video nach dem *click

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