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	<title>Lautstark &#124; Musik und mehr &#187; Musik-Marken Kooperationen</title>
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		<title>Markenevents und &#8230; die Fotofalle</title>
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		<pubDate>Fri, 24 Jul 2009 08:09:56 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Peter</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Fotos]]></category>
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		<description><![CDATA[Alles ist bestens gelaufen: Das Konzert voll, die Fans begeistert, der Star gut gelaunt. Doch statt begeisterter Nachberichte liest man plötzlich von unmöglichen Bedingungen für die Bildberichterstattung, unterkühlte Rezensionen oder schlicht &#8211; nichts. Der tolle Markenevent ist in die Fotofalle geraten.

Aktualität bekommt dieses Szenario durch den gestern verkündeten Boykott der Presseagenturen des einzigen Deutschland-Konzerts von [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><span style="font-family: Verdana, sans-serif;">Alles ist bestens gelaufen: Das Konzert voll, die Fans begeistert, der Star gut gelaunt. Doch statt begeisterter Nachberichte liest man plötzlich von unmöglichen Bedingungen für die Bildberichterstattung, unterkühlte Rezensionen oder schlicht &#8211; nichts. Der tolle Markenevent ist in die Fotofalle geraten.</span></p>
<p><span id="more-345"></span></p>
<p><span style="font-family: Verdana, sans-serif;">Aktualität bekommt dieses Szenario durch den gestern verkündeten </span><span style="font-family: Verdana, sans-serif;"><a title="www.meedia.de" href="http://meedia.de/nc/details/article/britney-spears-boykottiert-die-dpa_100022015.html" target="_blank">Boykott der Presseagenturen des einzigen Deutschland-Konzerts von Britney Spears</a></span><span style="font-family: Verdana, sans-serif;">, was zu einem weitgehenden Ausfall der überregionalen Berichterstattung führen wird. Die Reihe läßt sich allerdings beliebig fortsetzen: Leonhard Cohen, Mark Knopfler, Kiss und als Vorreiter Robbie Williams, um nur einige zu nennen, die Agentur-Fotografen aussperren. Oder Künstler wie Kanye West, die erst gar keine Fotografen zulassen.</span></p>
<p><span style="font-family: Verdana, sans-serif;">Folge ist eine z. T. empfindliche Einschränkung der Berichterstattung über das Konzert, was zunächst paradox anmutet: Ein Künstler sperrt Fotografen aus und bringt sich damit um mediale Aufmerksamkeit. Eigentlich müsste er doch interessiert sein&#8230; muss er nicht. Fotografiert werden gehört zwar zum Berufsbild eines Musikers und Berichterstattung fördert seine Bekanntheit, dennoch hat er die Rechte am eigenen Bild. Juristisch gesehen müssen sowohl er als auch der Konzertveranstalter  zustimmen, dass die Show fotografiert werden darf. Hat die Marke ein Konzert nicht selbst veranstaltet, muss die Fotografenfrage zusätzlich also auch mit dem örtlichen Veranstalter geklärt werden. </span></p>
<p><span style="font-family: Verdana, sans-serif;">Viele Künstler begreifen sich heute durchaus als Marken, die die Kontrolle darüber behalten wollen, welche Bilder von ihnen wo veröffentlicht werden – was zuerst einmal ihr gutes Recht ist. Presse- und Fotoagenturen, die ihre Berichte und Fotos auf dem Markt anbieten und im Vorfeld natürlich nicht wissen, wo veröffentlicht wird, werden daher ausgesperrt. Man kann trefflich darüber streiten, ob dies für Künstler ein sinnvolles Vorgehen ist oder nicht. Fakt ist: Viele tun es, mitunter umgekehrt proportional zu eigener Bekanntheit und künstlerischem Status.</span></p>
<p><span style="font-family: Verdana, sans-serif;">Für Markenevents, die naturgemäß ein breites Medienecho nach sich ziehen sollen, sollten also folgende Punkte vorher geklärt werden:</span></p>
<ul>
<li><span style="font-family: Verdana, sans-serif;">Lässt 	der Künstler Fotografen zu?</span></li>
<li><span style="font-family: Verdana, sans-serif;">Welche 	Fotografen dürfen akkreditiert werden?</span></li>
<li><span style="font-family: Verdana, sans-serif;">Wie 	viele Fotografen dürfen akkreditiert werden</span></li>
<li><span style="font-family: Verdana, sans-serif;">Muss 	die Liste der Fotografen vorher mit dem Management abgestimmt 	werden?</span></li>
<li><span style="font-family: Verdana, sans-serif;">Muss 	mit jedem Fotografen ein Fotovertrag unterschrieben werden, aus dem 	hervorgeht, in welchem Medium die Bilder veröffentlicht werden?</span></li>
<li><span style="font-family: Verdana, sans-serif;">Will 	der Künstler/das Management die Bilder einzeln freigeben?</span></li>
</ul>
<p><span style="font-family: Verdana, sans-serif;">Die Absprachen sollten vertraglich fixiert werden &#8211; in der Praxis ist es mitunter allerdings komplizierter. Es ist uns selbst einmal passiert, dass die mühsam mündlich ausgehandelten und mehrfach zugesagten Fotogenehmigungen zu Konzertbeginn widerrufen wurden, da der Künstler an diesem Tag keine Lust hatte fotografiert zu werden. Es erforderte viel Fingerspitzengefühl, zumindest einige Fotos zu bekommen, die wir an die Medien weitergeben konnten. Daher der Rat, Absprachen schriftlich zu fixieren. Gleichzeitig kann man mit solchen Verhandlungen schnell „schlafende Hunde wecken“ und die Managements erst auf Ideen bringen, die sie sonst gar nicht verfolgt hätten. Wie man so schön sagt: Papier ist geduldig und liegt eine Vereinbarung vor, wird gerne noch mehr hineingeschrieben. Diese Verhandlungen erfordern ein hohes Maß an Erfahrung und Wissen um die jeweiligen Künstler-Egos und Befindlichkeiten. Hat man das nicht, sollte man unbedingt oben stehende Liste abarbeiten, handelt sich dabei allerdings mitunter mehr Einschränkungen ein als notwendig. Oder man fragt gleich jemanden, der sich damit auskennt&#8230; </span></p>
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