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  • Ich bin versaut. Endgültig.

    Geschrieben am 9. März 2010 Peter 2 Kommentare

    Ruth FlowersIch muss der Wahrheit ins Auge sehen: Ich bin versaut. Es ist einfach so. Verdorben durch fantastische Werbe Finten, habe ich durch den immanenten Zynismus meiner Zunft den letzten Rest naiver, unschuldiger Begeisterungsfähigkeit verloren. Anders ist es nicht zu erklären, dass ich bei der Story einer 69jährigen DJane, die mir gerade aus jedem halbwegs informierten Blog entgegenschreit, von Reuters verbreitet, von der Huffington Post und BBC News (s.u.) geadelt, vom Nerdcore präsentiert… dass ich da zuerst an einen Hoax denke. Eine 69jährige Musikerin, die auf ihrer Webseite das Motto stehen hat: “I’d rather sign a contract with a record Company than sign up for a nursing home” ist einfach zu schön um wahr zu sein. Und so bin ich auf der Suche nach dem verräterischen Haar in der Suppe, nach dem Hinweis, der mein Generationen-Bild wieder in die gewohnte Lage zurech rückt und sich alles als geschickte Werbung für ein Herzmedikament oder Haftcreme entpuppt… Zu groß scheint die lautliche und ästhetische Nähe zu “Austin Powers”, zu professionell erscheinen Trailer und Inszenierung. Und andererseits: wieso eigentlich nicht? Tief in meinem Herzen hoffe ich immer noch, dass die Dame echt ist und Mamy wirklich rockt… aber seht selbst nach dem *click

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  • OK GO – Video der Extraklasse

    Geschrieben am 4. März 2010 Peter Keine Kommentare

    OK GO - This Too Shall PassIm Moment tobt ein fantastisches Musikvideo durchs Netz, das ich hier auch unbedingt posten muss. Abgesehen davon, dass ich selten ein so unterhaltsames und perfekt in einem Take (!) durchchoreografiertes Video gesehen habe, bei dem man mit jedem Anschauen neue Details entdecken kann, weil der Wahnwitz so schnell an einem vorbeirauscht, dass einem fast schwindelig wird, muss ich der Band meine Hochachtung aussprechen: einige Stunts erfordern schon ein hohes Mass an Gottvertrauen… Bitte Vollbildmodus aktivieren! Enjoy!

    Video nach dem *click

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  • Wahnwitz zum Wochenende: Beardyman live at The Underbelly

    Geschrieben am 5. Februar 2010 Peter Keine Kommentare

    Wir haben hier schon einiges präsentiert, was Menchen mit ihrer Stimme anstellen können, unter anderem Dub FX, der mit seiner Mischung aus Beatboxing und Vocals komplette Songs aufbaut. Nun finde ich hier eine Performance des britischen Künstlers Beardyman, der in seinen Shows die Elemente Stand Up Comedy, Beatboxing und Houseparty mixt. Unfassbar kreative und immer wieder überraschende 58 Minuten. Genau das Richtige zum Wochenende! Enjoy!

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  • von iPads und … ehm … gitPads…!?!

    Geschrieben am 2. Februar 2010 Peter 1 Kommentar

    iPad DJ App

    Während alle Welt sich den Kopf darüber zerbricht, ob das iPad von Apple den nun das neue Wunderding oder der größte Quatsch aller Zeiten ist, präsentiert die de:Bug bereits eine erste DJ-App für das Gerät – meiner Meinung nach eine sinnvoll mögliche Anwendung für das Gerät. Sieht noch etwas holperig aus, könnte aber einiges an Potenzial haben. Es bleibt abzuwarten, was die Entwickler aus der neuen Plattform noch rausholen.

    Was man noch so alles mit Touch Screens anstellen kann, zeigen die Entwickler von Misa-Digital, mit ihrer Touch-Screen kontrollierten – äh – ja was eigentlich? Hm… eigentlich ist es ein wie eine Gitarre zu spielender Synthesizer, der mittes eines Touchscreens gesteuert wird. Die linke Hand bewegt sich wie auf einem Gitarrengriffbrett und legt so Tonhöhen, Akkorde etc. fest. Die rechte steuert auf dem Touchscreen, was mit den Tönen passiert. Hat vielleicht nicht ganz so große Marktchancen wie das Apple-Gerät ist aber schlicht… awesome…

    Misa Digital Controler

    Ausserdem zeigt die Entwicklung von Misa Digital aus Australien, dass das beste Rezept für einen viralen Erfolg immer noch ein sexy und kontrovers diskutierbares PRODUKT ist, wie sich der Kollege Roland Kühl-v.Puttkammer vom Werbeblogger freut… Das Produktvideo hat bereits über 1 Mio Abrufe und die Kommentare rangieren von “must have” bis “sucks”. Aber seht selbst…

    Videos nach dem *click

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  • Beck’s Music Experience 2009 – ein Roadmovie

    Geschrieben am 16. Dezember 2009 Peter Keine Kommentare

    Vom 4.-6.12. durften wir die Beck’s Music Experience Tour ausrichten. Unser Video-Team hat die Tour natürlich begleitet. Hier eine Zusammenfassung:

    http://www.vimeo.com/8216657
  • Video für die Mittagspause: “Signs”

    Geschrieben am 8. Dezember 2009 Peter Keine Kommentare

    "Signs"Schweppes zeigt mit diesem viral-Video, das von Mashable gerade auf Platz zwei der 10 innovativsten Virals des Jahres gewählt wurde, dass das Dogma “Virals müssen kurz sein und knallen” zu kurz greift. Was stimmt ist ganz trivial: Virals müssen einfach gut sein. Diesen Schluss hatte ja bereits die Milch-Rock-Oper “Battle for Milquarius” des Amerikanischen Milchproduzentenverbandes nahegelegt, die wir vor einiger Zeit hier vorgestellt haben. Auf Platz eins sind übrigens die irren Fahrradstunts von Danny McAskill, die wir hier auch gepostet haben.

    Schweppes macht mit “Signs” eine Menge richtig: Die Markenpräsentation ist sehr zurückhaltend und beschränkt sich auf die Verwendung von Schweppes Getränken (ausschliesslich). Das ganze ist eingebettet in ein Schweppes Kurzfilmfestival, das wiederum mit solch qualitativ hochwertigen Beiträgen sicher schnell Reputation erlangen wird. Mit Peter Hughes wurde ein Regisseur verpflichtet, der sich traut, die Liebesgeschichte langsam aber gefühlvoll aufzubauen. Ausgangspunkt ist der langweilige Büroalltag eines Mitarbeiters, der in einer fremden Stadt recht einsam morgens aufsteht, zur Arbeit geht und sich permanent nach Kontakt sehnt… also eigentlich eine 08/15 Situation, in die sich jeder hineinversetzen kann. Das spannende ist, wie die Geschichte erzählt wird, mit sparsamen, drängenden Bildern, weitgehend ohne gesprochene Sprache – sie beginnt langsam, zieht den Zuseher so in ihren Bann, dass man wirklich wissen will, wie es weitergeht. Die Musik von Dimitri Golovko tut ihr übriges um die Wirkung der Geschichte zu verstärken. Geschickterweise kann man sie direkt als DRM freien Download per Link aus dem Video erwerben. Der immerhin 12 min lange Kurzfilm kommt so auf nun fast 3,3 Mio Abrufe, nach dem Posting auf Mashable  dürften es noch einmal deutlich mehr werden. Eine runde Sache, Kollegen! Video nach dem *click

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  • Arte Doku “Noten und Neuronen”

    Geschrieben am 17. November 2009 Peter Keine Kommentare

    arte "Noten und Neurone" ScreenshotJa, es gibt einen Grund, weshalb ich der GEZ jeden Monat Geld überweise. Nein, nicht damit dieses Geld sinnlos für Fußballübertragungsrechte verpulvert wird (sorry Jungs). Ich zahle, weil es arte gibt. Und weil arte so großartige Dokumentationen wie diese produziert, die sich sonst kaum noch ein Sender leistet: “Noten und Neuronen”. Musiker und Vokalkünstler Bobby McFerrin und der Neurowissenschaftler Daniel Levitin gehen der Frage nach, wieso Musik solche Macht über uns hat und kommen zu dem Schluss, dass diese Macht eventuell sogar noch größer ist, als ursprünglich angenommen. Aber wieso hat Musik eigentlich diese Wirkung auf uns? Ein äußerst interessanter Beitrag, für den man sich etwas Ruhe nehmen sollte (Gesamtlänge etwas über 100 Minuten).

    Bemerkenswert ist, dass die Sendung nun auch als Episodenfolge bei youtube verfügbar ist. Danke arte! Weiterlesen »

  • Gedanken zu Stop Motion, viral und moderner Werbung

    Geschrieben am 4. November 2009 Peter Keine Kommentare

    Ok, Stop Motion ist gestern. Altmodisch und hat immer etwas von Steampunk Bewegung. Und gleichzeitig bin ich der Meinung, dass sich in dieser Technik ein noch zu selten gehobenes Potenzial für virale Werbung verbirgt. Allerdings braucht es dafür Mut und natürlich den passenden Kontext. In wenigen anderen visuellen Ausdrucksformen kann man so elegant die eigene Werbeaussage selbstironisch brechen und damit einen unterhaltsamen Abstand zum Werbecliphaften, das so vielen Werbe-Virals anhaftet, herstellen. Und gleichzeitig einfach eine groovende Einheit zwischen Film- und Musik-Rhythmus schaffen. Werbung im Internet muss unterhalten, virals müssen Spaß machen und inspirieren, damit sie weitergeleitet werden. Nehmen wir als Beispiel das folgende Video einer 70er Punk Band und stellen uns einfach mal vor, der Text ist ein Werbetext, der eine Geschichte um ein Produkt erzählt, ruhig mit klaren Werbebotschaften, die gleichzeitig durch die Bilder illustriert und durch die Art der Produktion ironisch gebrochen werden.

    http://www.vimeo.com/7343685

    Natürlich gibt es so etwas bereits vereinzelt, aber einfach noch viel zu selten. Oder sehe ich das falsch?

    (via)

  • Obst und Gemüse sind unmusikalisch? Von wegen!

    Geschrieben am 29. Oktober 2009 Peter 2 Kommentare

    Fruitmob in New York Der Kaugummi Hersteller Trident und die bereits des öfteren durch scheinbar sinnlose aber letztlich sehr kluge Aktionen zu Berühmtheit gelangte Schauspielertruppe Improv Everywhere räumen gründlich mit dem Vorurteil auf, dass Obst und Gemüse lediglich gesund, in reifem Zustand wohlriechend und hübsch anzusehen, ansonsten allerdings langweilig sind.

    Die Aufbabe bestand darin, für ein neues Fruchtkaugummi die in Bezug auf Marketingaktionen höchstmöglich abgestumpften New Yorker zu beeindrucken und gleichzeitig ein virales Video zu kreieren, das dann den Sponsor transportiert. Beides ist beeindruckend gelungen, indem ein für Aussenstehende spontan wirkendes Musical rund um das Liebesglück einsamer Früchte in einem Fruchtcocktail mitten in einem Gemischtwarenladen im New Yorker Stadtteil Queens realisiert wurde. Auch die Einbindung des Sponsors ist vorbildlich zurückhaltend, was meines Erachtens die Wirkung für den Sponsor wesentlich erhöht. Es wird ein emotionaler Moment geschaffen und der Zuschauer ist tatsächlich offen, zu erfahren, wer das möglich gemacht hat.

    Leider habe ich nirgendwo eine Antwort auf die Frage gefunden, ob die schwangere Schauspielerin tatsächlich hochschwanger mitgespielt hat, oder ob es sich um eine Zielgruppenorientierte Inszenierung handelt. Wenn sie schwanger war, wird es sicher ein musikalisches Kind… Video nach dem *klick

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  • Musik + Milch = Käse? Well…

    Geschrieben am 14. Oktober 2009 Peter 2 Kommentare

    Im allgemeinen bringt man die Kommunikation für Molkereiprodukte ja eher weniger mit Rockmusik zusammen. Überhaupt übt sich die Milchwirtschaft in Bezug auf innovative und mit Gewohnheiten brechende Werbeformate ja eher in höflicher Zurückhaltung. Wir wissen nicht, ob ein noch geheim gehaltener, neu entdeckter Gärungsprozess und die daraus entstandenen nicht gesetzeskonformen Substanzen oder schlicht ein Ausbruch von Mut und Aufbruchswillen zu der im Moment durch das Netz geisternden Rock-Oper Battle for Milquarius von Goodby, Silverstein & Partners geführt haben. Was wir wissen: Das ist mal eine verdammt abgefahrene, unterhaltsame und streckenweise richtig mitreissende Art, Milch zu bewerben. Eine Rockoper mit Barbarella Anleihen, die hemmungslos und mit durchaus erfrischend ironischer Rücksichtslosigkeit auf Gepflogenheiten der Political Correctness einen vollkommen sinnfreien Kampf um das “White Gold” in Szene setzt. Köstlich!

    hier gibt es schon mal einen Trailer, die Aktionswebseite mit dem kompletten 20 Minütigen Werk gibt es hier.

    YouTube Preview Image