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Ich bin versaut. Endgültig.
Geschrieben am 9. März 2010 2 Kommentare
Ich muss der Wahrheit ins Auge sehen: Ich bin versaut. Es ist einfach so. Verdorben durch fantastische Werbe Finten, habe ich durch den immanenten Zynismus meiner Zunft den letzten Rest naiver, unschuldiger Begeisterungsfähigkeit verloren. Anders ist es nicht zu erklären, dass ich bei der Story einer 69jährigen DJane, die mir gerade aus jedem halbwegs informierten Blog entgegenschreit, von Reuters verbreitet, von der Huffington Post und BBC News (s.u.) geadelt, vom Nerdcore präsentiert… dass ich da zuerst an einen Hoax denke. Eine 69jährige Musikerin, die auf ihrer Webseite das Motto stehen hat: “I’d rather sign a contract with a record Company than sign up for a nursing home” ist einfach zu schön um wahr zu sein. Und so bin ich auf der Suche nach dem verräterischen Haar in der Suppe, nach dem Hinweis, der mein Generationen-Bild wieder in die gewohnte Lage zurech rückt und sich alles als geschickte Werbung für ein Herzmedikament oder Haftcreme entpuppt… Zu groß scheint die lautliche und ästhetische Nähe zu “Austin Powers”, zu professionell erscheinen Trailer und Inszenierung. Und andererseits: wieso eigentlich nicht? Tief in meinem Herzen hoffe ich immer noch, dass die Dame echt ist und Mamy wirklich rockt… aber seht selbst nach dem *click -
Mittagspause mit Whoopi Goldberg, giftigen Pflanzenwesen und einem Traum
Geschrieben am 9. März 2010 Keine Kommentare
Draussen täuscht der Frühling sein baldiges Erscheinen an, aber wie ich die Lage einschätze, meint der das noch nicht ernst … Das wird eh erst wieder im April was. Bis dahin kann man sich mit diesem köstlich animierten Pflanzen-Kurzfilm trösten, eine träumerisch fantastisch umgesetzte melancholisch vieldeutige… ja irgendwie auch Liebesgeschichte. Wem die Stimme der alten, giftigen Pflanze bekannt vorkommt: ja, es ist Whoopi Goldberg. “Descendants” hat unter anderem bereits den “Grand Prize” beim “TAF2009 (8th Tokyo Anime Award Prize)” gewonnen und hat im meinen Augen jede Menge Aufmerksamkeit verdient. Und danach einen gemütlichen Bürokaffe um wieder in der Realität anzukommen. Video nach dem *click -
OK GO – Video der Extraklasse
Geschrieben am 4. März 2010 Keine Kommentare
Im Moment tobt ein fantastisches Musikvideo durchs Netz, das ich hier auch unbedingt posten muss. Abgesehen davon, dass ich selten ein so unterhaltsames und perfekt in einem Take (!) durchchoreografiertes Video gesehen habe, bei dem man mit jedem Anschauen neue Details entdecken kann, weil der Wahnwitz so schnell an einem vorbeirauscht, dass einem fast schwindelig wird, muss ich der Band meine Hochachtung aussprechen: einige Stunts erfordern schon ein hohes Mass an Gottvertrauen… Bitte Vollbildmodus aktivieren! Enjoy!Video nach dem *click
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Fake Ad: Nolan’s Cheddar
Geschrieben am 24. Februar 2010 Keine Kommentare
Schon mal was von Nolan’s Cheddar gehört? Ich gebe zu, dass mir dieser Käse bislang gänzlich unbekannt war. Anscheinend wird er mit dem Claim “Seriously Strong” vermarktet… Well, wenn es ihn denn gäbe. Es gibt ihn aber nur in der Vorstellungswelt von John Nolan, einem Trickfilmer und Animatronics-Experten, dessen Werk unter anderem auch bereits in Filmen wie “Hellboy 2, The Golden Army” oder “Harry Potter & The Goblet Of Fire” zu sehen war. Für letzteren hat er das gruselig realistische animatronische Modell der Figur Voldemort als greises Baby geliefert. Wie das geht und wie er die Fake Ad zu Nolan”s Cheddar realisieren konnte ohne einer realen Maus etwas zu Leide zu tun, ja ohne eine Maus auch nur einzusetzen, kann man in seinem Showreal zu Animatronics in Ansätzen sehen. Was mich in Bezug auf unseren Blog besonders begeistert, ist sein gezielter Einsatz von Musik, die der Geschichte um die fröhlich Käsegierige Maus ohne Worte erzählt. Solche Werbung wünsche ich mir für Käse! Enjoy nach dem *click! -
Holografischer Beardyman auf Turntables
Geschrieben am 22. Februar 2010 Keine Kommentare
OK. DAS ist bisher die abgefahrenste Live(!)-Performance 2010. Nachdem die Neurosonics Audiomedical Laboratories bereits mit Köpfen auf Turntables in einem Video verblüfften, gehen sie jetzt einen Schritt weiter und präsentieren das ganze als Live Performance mit holografischen Projektionen mit dem Kopf des fantastischen Beardyman. Krass und bei aller Begeisterung irgendwie auch verstörend. Was ist da bitte noch alles möglich? Video nach dem *click -
Logorama – Großartiger Kurzfilm aus … Logos *** UPDATE 9.3.2010 ***
Geschrieben am 22. Februar 2010 3 Kommentare*** UPDATE 9.3.2010: der Film ist mal wieder auf einer diesmal holländischen Webseite aufgetaucht. Mal sehen, wie lange…
siehe unten. Ausserdem hat der Werbeblogger ein Interview mit den Machern gefunden ***Spreeblick hat gerade einen Kurzfilm gepostet, den ich euch hier wärmstens empfehle. Das französische Künstler-Team H5 gestaltet Logos und Corporate Identities für Marken und Bands. Offensichtlich wurde es Zeit, diesen Broterwerb einmal künstlerisch zu verarbeiten: mittels unfassbar vieler Logos wird eine Hollywood Klischee-Gangster-Robert-Emmerich-Katastrophen-Endzeit-Geschichte erzählt. Großartig. Bin gespannt, wann die Marke, die hier den durchgeknallten Hauptbösewicht stellt, den Film aus dem Netz nehmen lässt – also ansehen, solange es noch geht!!!
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UPDATE: das ging schnell. Der Film ist derzeit nicht mehr verfügbar, wenn ich ihn wieder finde, werde ich ihn wieder posten. Die Seite der Macher hat im Moment Ladeprobleme (oder ist offline), immerhin gibt es noch einen Trailer bei Vimeo:
http://www.vimeo.com/7306427————————
Logorama ist übringens für die diesjährigen Oscars in der Kathegorie bester animierter Kurzfilm nominiert. Zurecht.
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Embrace Life
Geschrieben am 8. Februar 2010 Keine KommentareWerbung für Sicherheitsthemen beim Autofahren gibt sich hierzulande ja meist eher als Schocktherapie: Todesanzeigen auf Plakatwänden, Unfallfotos, ernst dreinblickende OP-Teams (”rasen Sie, wir kümmern uns um den Rest”). Das Thema Sicherheit ist ernst, der Autofahrer an sich offensichtlich unvernünftig und muss immer wieder zu seinem Glück ermahnt, geschockt, erzogen werden. Es scheint nicht wirklich im Denkhorizont der Macher zu liegen, dass man das Thema auch ganz anders angehen könnte: Positiv, emotional, ergreifend, herzerwärmend, ohne Worte. Die britische Initiative “Sussex Safer Roads” stellt einen Spot vor, der meines Erachtens nach wesentlich nachhaltiger wirken dürfte, da er das Thema Sicherheitsgurt positiv emotional umsetzt und dabei das Kunststück hinbekommt, zu Tränen zu rühren ohne zu nerven. Ein Paradebeispiel dafür, wie man durch geschickten Perspektivwechsel ein trockenes, ernstes Thema geschickt beleben und nachhaltig Wirkung erzielen kann. Thumbs up!
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Wahnwitz zum Wochenende: Beardyman live at The Underbelly
Geschrieben am 5. Februar 2010 Keine KommentareWir haben hier schon einiges präsentiert, was Menchen mit ihrer Stimme anstellen können, unter anderem Dub FX, der mit seiner Mischung aus Beatboxing und Vocals komplette Songs aufbaut. Nun finde ich hier eine Performance des britischen Künstlers Beardyman, der in seinen Shows die Elemente Stand Up Comedy, Beatboxing und Houseparty mixt. Unfassbar kreative und immer wieder überraschende 58 Minuten. Genau das Richtige zum Wochenende! Enjoy!
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von iPads und … ehm … gitPads…!?!
Geschrieben am 2. Februar 2010 1 Kommentar
Während alle Welt sich den Kopf darüber zerbricht, ob das iPad von Apple den nun das neue Wunderding oder der größte Quatsch aller Zeiten ist, präsentiert die de:Bug bereits eine erste DJ-App für das Gerät – meiner Meinung nach eine sinnvoll mögliche Anwendung für das Gerät. Sieht noch etwas holperig aus, könnte aber einiges an Potenzial haben. Es bleibt abzuwarten, was die Entwickler aus der neuen Plattform noch rausholen.
Was man noch so alles mit Touch Screens anstellen kann, zeigen die Entwickler von Misa-Digital, mit ihrer Touch-Screen kontrollierten – äh – ja was eigentlich? Hm… eigentlich ist es ein wie eine Gitarre zu spielender Synthesizer, der mittes eines Touchscreens gesteuert wird. Die linke Hand bewegt sich wie auf einem Gitarrengriffbrett und legt so Tonhöhen, Akkorde etc. fest. Die rechte steuert auf dem Touchscreen, was mit den Tönen passiert. Hat vielleicht nicht ganz so große Marktchancen wie das Apple-Gerät ist aber schlicht… awesome…

Ausserdem zeigt die Entwicklung von Misa Digital aus Australien, dass das beste Rezept für einen viralen Erfolg immer noch ein sexy und kontrovers diskutierbares PRODUKT ist, wie sich der Kollege Roland Kühl-v.Puttkammer vom Werbeblogger freut… Das Produktvideo hat bereits über 1 Mio Abrufe und die Kommentare rangieren von “must have” bis “sucks”. Aber seht selbst…
Videos nach dem *click
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Reisetip zum Wochenende: Gitarrenfinken in London
Geschrieben am 22. Januar 2010 Keine Kommentare
Zum Wochenende ein Reisetip für eine Ausstellung, die ab dem 27.02.2010 in London stattfinden wird. Der französische Künstler, Musiker und Komponist Céleste Boursier-Mougenot arbeitet im Grenzbereich zwischen Musik und bildender Kunst. Für Installationen “Instrumentalisiert” er auch schon mal einen Schwarm Zebrafinken, die dann auf E-Gitarren Sounds produzieren, die der legendären Gang of Four würdig sind und dennoch eine geradezu meditative Stimmung verbreiten… Aber seht selbst, nach dem *click
